Kolbenmembranpumpen von ABEL werden seit den 1960-er Jahren als Filterpressenbeschickungspumpen für Kammerfilterpressen eingesetzt. Viele tausend dieser speziell ausgerüsteten Kolbenmembranpumpen sind seitdem in unterschiedlichsten Industrien in Betrieb.

 


Kammerfilterpressen sind mechanische Entwässerungsaggregate, die aus einer unterschiedlichen Anzahl gleich großer, hintereinander geschalteter Filterplatten aufgebaut sind. Die Filterplatten bestehen zumeist aus Kunststoff, manche aus Gusseisen. Die Größen reichen von 400 x 400 mm bis hin zu 2500 x 2500 mm. Überspannt werden die Filterplatten mit speziellen Filtertüchern, die exakt auf das zu filtrierende Medium abgestimmt werden. Die Filterplatten verfügen über eine oft mittige Bohrung (auch Kernbohrung genannt), durch die das zu filtrierende Medium in die einzelnen Kammern, die Räume zwischen zwei Filterplatten, gefüllt wird. In diesen Räumen baut sich der Filterkuchen an den Filtertüchern auf, während die Flüssigkeit, das Filtrat, über spezielle Kanäle in den Filterplatten kontrolliert abgeführt wird.


Worauf kommt es bei Pumpen zur Filterpressenbeschickung an? Die besonderen Anforderungen an die Beschickungspumpe ergeben sich aus der Funktionsweise der Filterpresse: Zu Beginn einer Filtration wird eine große Fördermenge von der Beschickungspumpe benötigt, bis sich die Filtertücher langsam mit Feststoffen zusetzen und der so genannte Filterkuchen aufgebaut wird. Durch den dadurch zunehmenden Widerstand steigt der Förderdruck für die Filterpressenbeschickungspumpe, während gleichzeitig die Fördermenge reduziert werden muss, weil die Aufnahmekapazität der Filterpresse sinkt.

Kolbenmembranpumpen von ABEL können diese Anforderungen an eine Filterpressenbeschickungspumpe auf unterschiedliche Weise erfüllen. Ausgestattet mit einem analogen Druckaufnehmer und einem Frequenzumrichter können Anfangsfördermenge, Knickpunkt und minimale Fördermenge einfach eingestellt und - viel wichtiger - bei Bedarf auch variiert werden. Das Analogsignal des Druckaufnehmers wird direkt auf den Frequenzumformer gegeben. Eine separate Steuerung ist für diese Regelfunktion also nicht erforderlich. Diese Variante der Filterpressenregelung für die Beschickungspumpe ist zum einen energiesparend. Zum anderen erlaubt diese Steuerung gerade bei wechselnden Schlämmen eine individuelle Anpassung, um optimale Filtrationsergebnisse zu erreichen. Denn nicht immer lassen sich die Filtrationseigenschaften einer Suspension, also des zu filtrierenden Mediums, z.B. durch entsprechende Konditionierung mit Flockungshilfsmitteln verbessern. Dann bleiben nur die Filtertücher und die Beschickungspumpe als Optimierungsmöglichkeit.